Dienstag, 13.09.2011

So langsam kommt die Maschinerie ins Rollen. Heute wurden die Helfer für die nächsten beiden Aufbautage eingeteilt. Gleichzeitig wurde der Stromanschluß von 60.000 Watt hergestellt und ca. 150m Absperrzaun für den Backstagebereich auf dem Gelände angeliefert. Der Lkw mit den Artist- und Crewbackstagezelten steht geladen bereit. Morgen geht es dann richtig los.

Um dem ganzen auch ein bischen notwendige Würze zu verleihen, haben sich bereits gleich mal 2 Gassigeher auf der Neckarwiese bei unserem Projektleiter Claus beschwert: Der erste, weil er seinen Hund jetzt nicht mehr ungebremst von der Leine lassen können würde (??? Warum auch immer...), der zweite über den zu erwartenden Lärm, der von den dauernden Festivals (!!!!!!!!!) auf der Neckarwiese ausgeht. Er braucht nach einer harten Arbeitswoche nämlich Ruhe. Außerdem hat die Stadtverwaltung ihre Auflagen noch einmal verschärft und damit die Kosten noch ein bischen in die Höhe getrieben.

Aber davon lassen wir uns den Spaß nicht vermiesen, oder?

 


 

Mittwoch, 14.09.2011

10.00 Uhr: Los gehts mit dem Aufbau der Backstage Area. Helfer sind zahlreich und motiviert, schließlich wartet nach getaner Arbeit ein ausgiebiges Catering. 2 Lkw-Ladungen Material werden verarbeitet, die Zeltaufbauten gestalten sich als Experiment, welches jedoch nach längerem Grübeln und mehreren Fehlversuchen letztendlich als Erfolg gewertet werden kann. Danach erfolgt die "Luxus"-Ausstattung mit gesponsorten Loungemöbeln der Firma MORR. Ganz schön schick, zumindest für unsere Verhältnisse. Danach gings an den Aufbau der Starkstrom-Kabelbrücke über die Bunsenstraße. Dort gab es sofort einen unerfreulichen Disput mit einer betagten Anwohnerin, die sich nicht entblödete, sofort die Polizei anzurufen, um sich über die unerhörte Belästigung (die ja noch gar nicht erfolgt ist...) durch die Veranstaltung zu beschweren. Letztere jedoch zeigte sich wenig beeindruckt, kam nicht vorbei und nach längerem Gemaule zog die gute Dame ihres Wegs.  Alla, Monnem vorne... Ja, ja "Mannheim, die tolerante Stadt" (war mal ein Slogan vom "Amt für Öffentlichkeitsarbeit"). Stimmt ja auch, wir tolerieren auch die Querulanten und sogar die Ignoranten... Es gibt ja zum Glück auch Leute, die vorbeikommen und sich freuen und interessiert sind. 

Jedenfalls: 18.00 Uhr: Tagesziel erreicht. Strom liegt, Toiletten sind fertig, Müllentsorgung ist vorbereitet, Backstage steht. Jawoll.. Unser Küchenchef Theo hat den Grill angeworfen, es gibt CousCous, Steaks und Bratwürscht, außerdem noch gegrillten Schafskäse und jetzt machen wir mal Feierabend.

Backstage AreaGuckt mal, auf der anderen Neckarseite... Da soll 'ne Musikwirtschaft drin sein.


Kabelbrücke< Iwwer die Brick un widda zurick ...muß der Strom

 



Donnerstag, 15.09.2011

Heute richtiger Großkampftag: Bühne und Lichtanlage werden aufgebaut. Das ist mit der sehr unerfahrenen, aber voll engagierten Helferschar eine echte Prüfung. Aber unsere festivalerprobte Projektleitung wußte die Truppe durch alle Wirrungen sicher ans Ziel zu steuern, so daß wir stolz vermelden können: Bühne steht. Danach wieder Backstageparty mit Musik und lecker Mampf. Heute ging es jedoch deutlich länger. Bis zum Feierabend stand der Mond doch schon hell über dem Neckar. Aber jetzt sind wir alle sicher: Morgen wird cool! Wir zählen auf Euch.


 

Freitag, 16.09.2011

Endpurt. PA-wird angeliefert, Bierwagen, Essenstände, Kaffeebar... Hektisches Treiben. Es gilt den Starttermin 17.00 Uhr unbedingt einzuhalten, jede Verzögerung muß wieder aufgeholt werden, denn eine Verlängerung nach 23.00 Uhr ist definitiv nicht drin.

Aber es klappt, beinahe. Unser Getränkelieferant kackt erbärmlich ab und überzieht seinen Liefertermin um mehr als 4 Stunden! Das bedeutet, bei Festivalbeginn ist kein Tropfen Bier da, geschweige denn irgendwelche anderen Getränke. Sehr ärgerlich, sind wir doch auf jeden Euro Umsatz angewiesen. Ein weiteres Problem war leider hausgemacht, unser Bon-Kassen-System klappt nicht wirklich gut, das wird definitiv zum nächsten Tag umgestellt.

Aber es geht los und es wird noch eine grandioser 1. Festivaltag. Wir zählten ca. 350 Besucher und es gab keine nennenswerten Zwischenfälle bis auf einen Notarzteinsatz nach Festivalende, da eine Besucherin plötzlich einen epileptischen Anfall erlitt. Die Rettungskräfte vor Ort leisteten hervorragende erste Hilfe, der Notarzt war 5 Minuten später vor Ort.Vielen herzlichen Dank dafür. Weiterer Bericht und Bilder zu den Konzerten folgt. 

 



Samstag, 17.09.2011

 

Heute lassen wir es etwas entspannter angehen. An der PA sind ein paar Umbauarbeiten vorgesehen, Soundcrack Klaus möchte die Highmid-Bins gerne höher montieren. Also werden die 90 kg schweren Boliden von den Bass-Stacks gewuchtet, es werden zusätzliche Bühnentische auf die Bässe gestellt und der Spaß dann noch einen halben Meter höher geochst. 4 Mann schwitzen und riskieren ihr Leben, aber Klaus grinst, es klingt sofort deutlich transparenter. Alles klar, das nächste Mal dann gleich so.

Bier ist noch genug in den Kühlwägen, Backstagekoch Theo hat schon das Chili auf dem Bräter, die erste Band kann loslegen. Dieses mal läuft der Zeitplan besser, aber scheinbar nicht bei den Besuchern. Waren wir gestern abend nach dem unerwarteten Erfolg noch sehr optimistisch, kam es dann doch anders. Gerade mal 250 Besucher zählten wir, damit hatten wir dann doch nicht gerechnet. Scheinbar war die Konkurrenz des nahegelegenen Schloßfestes zu übermächtig. Das tat der guten Stimmung bei den Bands und den tapfer trinkenden Besuchern zwar keinen Abbruch, aber unserem Umsatz schon. Naja, die darauffolgende Aftershowparty im Mohawk muß es halt noch ein bissel richten. Nach dem grandiosen Gig der eigens aus Holland angereisten Band Overgrown, die erst nach 2 Zugaben entlassen wurden, endete das Festival punkt 23.00 Uhr MEZ. Das Schlußwort mit dem Versprechen im nächsten Jahr auf jeden Fall weiterzumachen, sprach Stagemanager und Programmdirector Jonas "Jesus" Vogt.

mohawk-2.tag-10 game over - jesus vogt sagt danke

Das wars, die Bars schlossen um 23.30. Die Soundcrew war schon am Abbau der PA. Wir fanden es saucool. 


 

Sonntag, 18.09.2011

10.00 Uhr morgens, man glaubt es kaum: 12 Helfer stehen bereit um die Mammutaufgabe Abbau zu stemmen. Und so geht es dann wacker voran: Um 18.00 Uhr sind Bühne, Bierwagen und Absperrzäune verschwunden.Auch der Backstage ist schon weitgehend entkernt. Aber wir grillen nochmal. Dann gehts nach Haus

 


 

Montag, 19.09.2011

Wieder 10.00 Uhr Restabbau, dieses mal nur zu Fünft, aber so viel isses ja auch nicht mehr. Wir beeilen uns nicht die Bohne, wir hatten ja auch schon genügend Hektik. Bei Einbruch der Dunkelheit sind keine Spuren mehr zu sehen, die Neckarwiese liegt einsam und die Hunde können wieder rennen.