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Mohawk Openair 2011, das erste Mohawk-Festival überhaupt... Jetzt ist alles geschafft. Alles ist wieder abgebaut, Zeit zurückzublicken. Manch einer fragt sich: Hatten die Jungs (also wir, die Veranstalter) eigentlich alle Tassen im Schrank, so ein Event zu stemmen? Das haben wir uns zwischendurch ja auch immer wieder gefragt. Die Frage nach dem Sinn erübrigt sich aber, denn es ging hier überhaupt nicht um Geld. Auch wenn es ohne Kohle nicht geht, wollten wir doch uns selbst und allen anderen beweisen: Es gibt auch eine Musikszene außerhalb der gehypeten Popakademie mit ihrer "gewaltigen Strahlkraft, die alles aufsaugt" (Eigene Aussage, hüstel...). Die Indie- und Alternativescene hat mindestens genauso viel Kraft und Potenzial. Hier kommen doch die Impulse her, auf der der Erfolg der Popmusik überhaupt erst möglich gewesen ist. Das wird immer wieder vergessen! Also wurde der Beschluß gefaßt, ein Festival zu veranstalten. Bereits im März war unser Plan konkret. Wir sind vielleicht etwas verrückt, aber bei weitem nicht planlos. Es wurde also relativ schnell ein solides Konzept, ein Finanzierungsplan und eine Marketingstrategie entwickelt. Dann begingen wir gutgläubig einen Fehler, der sich nach und nach als projektbedrohend herausstellte: Es wurde uns von außen Hilfe angeboten, geradezu aufgedrängt eigentlich, und so gaben wir ohne Not das Genehmigungsverfahren aus der Hand! Nach mehrmonatiger !! Verschleppung war klar: Wir müssen alles selbst machen, sonst findet kein Festival statt. Erst 6 Wochen vor dem Festivalbeginn erhielten wir dann endlich die offizielle Genehmigung. Viel zu spät, um noch eine Werbekampagne zu starten, geschweige denn Geldgeber zu finden. Zuschüße seitens der Kultur- bzw. Popförderung der Stadt gab es nicht einen Cent. Aber wir wollten es durchziehen, egal wie. Nur herumzuschwadronieren und dann nichts zustande zu bringen, das ist nicht unser Ding. Und wir glauben, das haben wir auch eindrucksvoll bewiesen.
Dann mußte aber Gas gegeben werden. Wir hatten noch kein Programm, keine Plakate, keine Flyer. Aber viele Freunde und Partner und nur so konnte es realisiert werden. Wir konnten hervorragende Bands und Künstler gewinnen, einen der besten Tontechniker der Republik, der auch noch gleich seinen kompletten Mischpultplatz mitbrachte. Viele freiwillige Helfer waren zur Stelle, die unermüdlich gerackert haben, Bühne aufgebaut haben, an der Kasse standen, beim Bühnenumbau geholfen haben, Aufgeräumt haben. Alles ohne zu murren und auch ohne Bezahlung. Das war super und wir sind stolz darauf. Es waren nicht soviele Leute da, wie es der Aufwand wert gewesen wäre, aber mehr als wir gehofft hatten. Wir hatten sicher die geilste Bühne, die je auf der Neckarwiese gebaut wurde und die besten Bands die dort je gespielt haben. Dieses Mal haben wir draufgelegt und zwar nicht zu wenig, aber wir werden das Festival nicht gleich wieder sterben lassen: Weil es geil ist und weil es wichtig ist und weil es uns einen Riesenspaß gemacht hat. Eure Mohawk OpenAir-Orga |